Herdprämie reaktionärer Unsinn

Zur Diskussion über das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Sascha Vogt:

„Es ist schon peinlich genug, dass die Bundesfamilienministerin den Wert frühkindlicher Bildung immer noch nicht erkannt hat und stattdessen auf eine Herdprämie setzt. Dieser Schritt zeugt von sozial- und frauenpolitischer Unkenntnis. Es ist erwiesen, dass nur eine möglichst frühe Förderung vorhandene Defizite ausgleichen kann und einen wichtigen Beitrag zu mehr Chancengleichheit im Bildungssystem leistet. Es ist ebenso erwiesen, dass individuelle familienpolitische Transferzahlungen immer wieder dazu führen, Frauen vom Arbeitsmarkt fernzuhalten und damit zu diskriminieren.

Dass Schröder nun die Position der SPD, die für einen mutigen Ausbau der frühkindlichen Bildung eintritt und keine weiteren Stillhalteprämien verteilen möchte als unverschämt gegenüber den Familien bezeichnet, ist entweder dumm oder platte Stimmungsmache für ein durch und durch reaktionäres Weltbild, wahrscheinlich aber sogar beides. Eine solche Ministerin hat ihren Job verfehlt.

Wir Jusos werden uns weiterhin für ein Bildungssystem einsetzen, das Chancen für alle bietet und für die wirkliche Gleichstellung von Frauen und Männern eintreten.“